NICOLE<br>SCHWAIGER

Als niedergelassene Heilpraktikerin für Psychotherapie in München und Berg wende ich die Methoden der Gesprächs- und Verhaltenstherapie und die EMDR-Methode an. Ich darf dabei keine Medikamente einsetzen und/oder Sie körperlich untersuchen.

Wenn Ihr Anliegen meine Kompetenz übersteigt und eine rein verbale Interaktion nicht ausreichend ist um Ihnen zu helfen, dann suchen wir einen entsprechenden Facharzt, der die weitere Behandlung übernimmt. Begleitend kann eine Beratung durch mich natürlich weiterhin erfolgen.

COACHING/BERATUNG


Fast jeder Mensch kennt Situationen im Leben, in denen er sich überfordert und unsicher fühlt, ohne dass eine psychische Erkrankung vorliegt. Zugrunde liegen können dafür Umbruchsituationen und Neuorientierungen im Leben, Belastungssituationen jeglicher Art, Unzufriedenheit in der Partnerschaft, Stress am Arbeitsplatz oder Probleme in der Erziehung.

In einem solchen Fall können Beratungsgespräche eine Alternative zur Therapie darstellen, bzw. die Beratung kann dazu dienen herauszufinden, ob eine Psychotherapie sinnvoll ist.

Die Anzahl und Häufigkeit der Sitzungen ist frei vereinbar und richtet sich nach der Situation, in der Sie sich befinden. In der Regel genügen 2 - 10 Sitzungen, um Sie dazu anzuregen, Dinge für sich neu zu ordnen, etwas klarer zu sehen, anders mit belastenden Situationen umzugehen und insgesamt wieder innere Kräfte zu mobilisieren.

KRISENINTERVENTION Unter Krisenintervention versteht man eine im Krisenfall rasch beginnende, kurz dauernde, intensive Psychotherapie, bei der zielgerichtet der aktuelle Konflikt beziehungsweise der unmittelbare Auslöser besprochen wird.

Auslöser sind häufig massiv lebensverändernde Ereignisse, wie beispielsweise der Verlust einer nahestehenden Bezugsperson durch Trennung oder Tod, unerwarteter Arbeitsplatzverlust, das Erleben von Gewalt, ein schwerer Unfall oder eine schwere Erkrankung. Sie richtet sich also an Menschen, die sich in großer seelischer Not befinden, die akut psychisch gefährdet sind und bei denen die normalen Bewältigungskapazitäten nicht mehr greifen.

Die Krisenintervention dient daher in erster Linie der Stabilisierung Ihrer Person und Situation und stellt in den meisten Fällen eine Überbrückung bis zur Einleitung weiterführender Maßnahmen, meist in Verbindung mit entsprechenden Fachärzten, dar. In der Regel umfasst diese Form der Therapie 1 - 5 Sitzungen.

KURZZEITTHERAPIE Eine Kurzzeittherapie dient dazu, einen eng umgrenzten Konflikt oder eine eng umgrenzte seelische Belastung nach schweren Lebensereignissen zu bearbeiten.

Die Kurzzeittherapie ist auf 25 Sitzungen begrenzt, findet in der Regel einmal wöchentlich statt und kann bei Bedarf in eine Langzeittherapie übergehen.

LANGZEITTHERAPIE Die Länge einer Psychotherapie hängt von der Schwere und Dauer der Erkrankung sowie der Therapiemethode ab. Eine Langzeittherapie kann dann notwendig sein, wenn der Klient unter einer komplexen psychischen Störung leidet oder die Störung bereits chronifiziert ist. Der Langzeittherapie kann eine Kurzzeittherapie vorgeschaltet sein.

Eine Langzeittherapie umfasst in der Regel 45 - 50 Sitzungen und findet ein- bis zweimal wöchentlich statt, in manchen Fällen auch 14tägig. Bei Bedarf kann im Anschluss in mehreren Schritten noch verlängert werden.

EMDR


WAS IST EMDR? — EMDR ist die Abkürzung für Eye Movement Desensitization and Reprocessing (auf Deutsch „Desensibilisierung und Verarbeitung durch Augenbewegung“) und wurde vor über 20 Jahren von Dr. Francine Shapiro (Psychologin, USA) zur Behandlung von Traumata, Traumafolgestörungen und Angstzuständen entwickelt. In Deutschland wird EMDR seit etwa 1991 erfolgreich angewendet, 2006 hat der wissenschaftliche Beirat für Psychotherapie EMDR als wissenschaftlich begründete Psychotherapiemethode anerkannt.

WIE WIRKT EMDR? — EMDR basiert darauf, dass jeder Mensch über eine natürliche Fähigkeit zur Informationsverarbeitung verfügt, mittels derer er belastende Erfahrungen verarbeiten kann: nämlich den Verarbeitungsmechanismen im REM (Rapid Eye Movement) Schlaf, die zu einer Erholung des Nervensystems und der Psyche führen.

ABLAUF EINER EMDR-SITZUNG — Zu Beginn der EMDR-Behandlung erfolgt zunächst eine ausführliche Anamnese. Dabei ist es wichtig, einen sicheren und geschützten Rahmen zu schaffen.

Zentrales Element der EMDR-Methode ist das „Prozessieren“ mittels bilateraler visueller Stimulation: Während der Klient die belastende Situation fokussiert, folgen seine Augen den Handbewegungen des Therapeuten von links nach rechts. (Die mittels EMDR geleiteten Augenbewegungen des Klienten sind mit den natürlichen Augenbewegungen im REM-Schlaf vergleichbar). Alternativ zu den Handbewegungen können zur bilateralen Stimulation Töne eingesetzt werden (auditiv) oder Knie/Handrücken des Klienten angetippt werden (taktil) – ganz nach dem Wunsch und Empfinden des Klienten.

Während des Prozessieren kann sich der Klient nun gemeinsam mit dem Therapeuten die mit dem traumatisierenden Geschehen verbundenen Bilder und Situationen ansehen und sie Stück für Stück von den belastenden Emotionen entkoppeln. Der Therapeut leitet dabei während einer EMDR-Sitzung mehrere Sequenzen (Sets) der Augenbewegungen an, die in der Regel eine halbe bis eine Minute dauern.

Man kann eine EMDR-Sitzung auch mit einer Zugreise vergleichen: Der Klient fährt noch einmal an dem Geschehen vorbei – ABER aus sicherer Distanz, in Begleitung seines Therapeuten und unter Zuhilfenahme desselben Verarbeitungsprinzips wie im Schlaf, nur eben in der Wachphase und angeleitet.

Im Verlauf der Sitzung(en) verblasst die belastende Erinnerung Stück für Stück und die Symptome des Traumas werden aufgelöst. Das Erlebte wird nicht gelöscht, aber in Zukunft springt nicht nur das Belastungs-Netzwerk an, sondern gleichzeitig auch das Ressourcen-Netzwerk. Somit kann der Klient eine neue, angemessene Perspektive auf das Geschehen entwickeln.


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